Ein Zauberer auf Reisen – die krassesten Reaktionen meiner Weltreisen

Ich hätte nie gedacht, was ich mit der Zauberkunst alles erleben werde, dass ich mir einen Lebenstraum erfüllen und um die ganze Welt reise, war eher ein Wunschgedanke. Doch ich merkte relativ schnell, dass ich mich mit der Zauberei mehr als nur über Wasser halten kann, und so stand mir die ganze Welt offen.

Los ging es in Australien, wo ich in Großstädten auf der Straße zauberte und die ganze Innenstadt zu stoppen brachte. Die Australier wertschätzten Straßenkunst sehr und waren bei den Spenden sehr großzügig. Der Bankmitarbeiter schüttelte immer den Kopf, als ich Ende jeder Woche meine ganzen Münzen zur Bank brachte. Er konnte einfach nicht fassen, dass man mit Spaß so gutes Geld verdienen kann.

Als ich nach einem Jahr Australien den asiatischen Markt rocken wollte, musste ich leider sehr schnell feststellen, dass sich dies gar nicht so einfach gestaltet. Straßenkunst ist in Asien noch relativ neu und bei allem, was neu ist, sind die Leute erst einmal skeptisch und zurückhaltend. Ich liebe es auch die Zuschauer in meine Show zu involvieren, doch in den meisten asiatischen Ländern sind die Menschen sehr zurückhaltend und schüchtern. Deshalb gestaltete sich eine Straßenshow relativ schwierig. Die krassesten Reaktionen bekam ich jedoch nicht in Großstädten, sondern fernab von Tourismus, in kleinen Dörfern, wo noch nie eine weiße Person gewesen war. Ich knüpfte schnell Kontakt zu Einheimischen, besorgte mir einen Dolmetscher und ab ging es in die Prärie.

Viele Dörfer waren nur durch wackelige Bambusbrücken zu erreichen und als ich die Dörfer betrat, rannten die Kinder meistens ängstlich davon und auch die Erwachsenen schauten mich an, als ob sie einen Geist gesehen hätten. Ist ja klar, ein weißer Wundermann kommt ins Dorf und stellt deren ganze Welt auf den Kopf. Zum Glück konnte ich, dank der Zauberei, das Eis schnell brechen und wurde immer herzlich aufgenommen. Früher wurde man für so etwas noch verbrannt. 🙂 Es war immer eine Extremerfahrung, in Dörfern zu leben, wo die Menschen keinen Strom hatten. Sie waren abgeschnitten von der Außenwelt und wussten gar nicht, dass es Zauberei gibt. Für sie war ich wirklich ein wahrer Wundermann, der Süßigkeiten herbeizaubern konnte und Geld vermehrte. Ich würde gerne einmal wissen, was in deren Köpfen abging.

Da ich das Extreme liebe, flog ich 2013 nach Afrika. Ich machte, mit einem Holländer zusammen, einen Roadtrip mit einem Motorrad und wir hielten immer Ausschau, wo ich ehrenamtlich meine Shows vorführen konnte, ohne eine Gage dafür zu nehmen. Den Rekord stellten wir in Kenia auf. Wir besuchten spontan eine Schule, stellten uns dem Direktor vor, der uns mit Kusshand begrüßte (er sagte, es sei eine Ehre für ihn, dass weiße Männer seine Schule besuchen würden). Ich sagte ihm, was ich vorhatte und er haderte nicht lange. Er stoppte sofort den kompletten Unterricht, ging in jede einzelne Klasse und trommelte alle Kids auf der Wiese zusammen. Das Ergebnis war eine Show für über 300 faszinierte kleine Kids. Mein holländischer Freund berichtete mir später, dass der Direktor während meiner Show immer und immer ernster wurde. Als er fragte was los sei, sagte der Direktor: Sagen sie mal, sind das wirklich nur Tricks oder kann er echt zaubern? Selbst für ihn war diese Kunst so unglaublich, dass er nicht mehr wusste, ob es Wirklichkeit oder echte Magie ist.

Jedes Mal wenn ich etwas zahlen musste, machte ich mir daraus einen kleinen Spaß. Ich nahm einen Geldschein mit dem niedrigsten Wert und verwandelte ihn in etwas viel Höheres. Diese ungläubigen Gesichter waren immer herrlich. Doch an einem Kiosk, in Namibia, kam es zu einem krassen Moment. Ich tausche den Geldschein und die Dame wurde ganz blass. Sie trete sich zur Wand und sprach nicht mehr mit mir. Mein Dolmetscher zog mich weg und als ich ihn fragte was los sei sagte er, dass diese Dame in einer Sekte ist und an schwarze Magie glaubt. Und sie hat gerade in dir, höchstpersönlich, den Teufel gesehen.

In Südafrika, zauberte ich am Strand und zeigte auch den Geldvermehrungstrick. Ein Junge war ziemlich schnell, nahm mir den Geldschein aus der Hand und rannte weg. No risk, no fun.

Auch in Südamerika, vor allem in Bolivien und Peru, sind die Menschen sehr schüchtern, weil sie noch nicht so sehr an den Tourismus gewöhnt sind. Ich versuchte oft, mit der Kamera, ein paar coole Reaktionen und Zaubertricks aufzunehmen, doch oft drehten sich die Menschen einfach nur weg und schauten ins Leere.

Ein Ereignis, in Südamerika, werde ich niemals vergessen. Ich suchte wieder eine Location für mein Charity-Projekt und wir suchten uns eine Favela aus, in Rio de Janeiro. Als wir dort ankamen, stoppte uns die Polizei. Als ich fragte, was los sei, sagten sie, dass dies noch vor ein paar Jahren, das gefährlichste Favela in ganz Rio de Janeiro war.

Wir bekamen zwar eine Genehmigung dort eine Show vorzuführen, doch nur unter Polizeischutz. Wir fuhren also mit Polizisten in die Favela hinein und stoppten an einer Schule. Während der ganzen Show war eine Polizistin anwesend, die am Ende so begeistert war, dass sie mich, glaube ich, am Liebsten mitgenommen hätte. 🙂

Aus all meinen Reisen, auf allen Kontinenten kann ich sagen, dass Zauberei und Reisen eine sehr schöne Kombination ist. Jedes Land und jede Kultur reagiert anderes. Doch am Ende sind sie alle erstaunt und fasziniert und diese Momente, dieses Staunen und diese Faszination werde ich niemals vergessen.

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